burda style zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten

Hallo Ihr da draußen,

in meiner grenzenlosen Nähleidenschaft ist mein Blog etwas vernachlässigt worden…Nachdem nun auch mein Schwiegerkind höflich angemerkt hat, dass es nun schon länger nichts Neues zu lesen gab, gewähre ich Euch heut einen weiteren kleinen Blick in meine Nähstube  🙂

Ein Lob zunächst an meinen Lieblingsstoffladen  „StoffArt“ in Forst. Während meiner letzten zwei Besuche (immerhin lagen 16 Tage dazwischen) konnte ich mich zwischen den unzählig vielen Stoffballen nur schwer entscheiden und bin jeweils mit entsprechend großen Tüten und absolut glücklich nach Hause gefahren. Bei meinem letzten Besuch wollte ich eigentlich nur noch einen fehlenden Rest für mein noch unfertiges Oberteil kaufen. Der Stoff reichte nicht aus, weil ich wie fast immer, mütterlich mit meiner Tochter geteilt hatte.
Glücklicherweise gab es noch einen absoluten Rest und …noch andere schöööne Stoffe…

Nachfolgend könnt Ihr nun lesen und schauen, womit ich mir die Zeit vertrieben habe. Zuerst mussten die Teile für meine Tochter verwirklicht werden,denn pünktlich zum Kindertag sollte die neue Ware in Richtung Westen verschickt werden…

Hier liegt bereits alles für,s Päckchen bereit…

…zuvor allerdings ließ ich meine Nähmaschine heiß laufen.

Ich kam…sah und musste den Stoff kaufen und natürlich wie immer ganz ohne Plan; ein Jersey schwarz-weiß geringelt und mit pinkfarbenen Schmetterlingen bedruckt. Zu Hause angekommen, gleich mit Mausi kommuniziert und via Skype meine Frage: Was willst Du daraus haben? „Ein enges Kleid-lang-ganz lang…“
Jetzt musste ich nur noch den Schnitt finden der ihren Wünschen am Nähesten lag und entschied mich für das Modell 103B aus burda style 07/2011. Die Ärmel ließ ich weg (der Stoff sollte schließlich auch für mich reichen) und zudem nahm ich wunschgemäß etwas Weite nach unten hin raus, weil „enges Kleid“ 😉

Schon auf meinem Püppchen sah mein Werk klasse aus, ich war also voll des Lobes und freute mich nachträglich über Frau Grätz Tipp der Jersey – Nadeln.
Für Euch zur Erklärung: Ich habe mich erst jetzt an Jersey getraut, vorher „platzten“ die Nähte bei jeder Bewegung, so dass ich über Jaaahre die Finger von dem unglaublich schönen Stoff ließ.

Hier war das Rückenteil noch gesteckt; meist muss ich wegen des ausreichenden Schlafes meine Näharbeiten unterbrechen, aber um vorab sehen zu können, wie, s dann ausehen wird, stecke ich eben über Nacht „zur Probe“.

Zwischenzeitlich alles per Paket  in den Westen versandt und um Foto,s gebeten….

Beim Schlitz wurde zunächst gemosert: „Kleid sieht dann schief aus, weil auf einer Seite offen… und…die Länge auch zu kurz, ansonsten super schön“…Komplimente hören sich anders an…:(

 
Ist halt schwierig über diese Entfernung (ca 603 km) die genaue Länge herauszufinden 🙂 Also Kleid retoure zum Hersteller, vorsorglich groß gewählten Saum rausgelassen und zurück zum Empfänger…
Hierbei muss ich auch erwähnen, dass in dem Retoure-Päckchen eine Muttertagsüberraschung für mich bereit lag – davon will ich Euch in einem gesonderten Post berichten 🙂

P.S. Der Schlitz wurde an der Seite und auch in der Höhe nun auf  „Wunsch“ genauso belassen 🙂 und die Länge war nun auch perfekt! Es fehlt mir nur das Foto „danach“. Mal sehen, vielleicht klappt es ja dann mal mit einem „Alltagsfoto“ – also mitten in Frankfurts Straßen aufgenommen 🙂

In burda style 4/2012 entdeckte ich unter -floralen Style- einen Jumpsuit-Schnitt 110B (vgl. früher-Hosenanzug). Bereits im vergangenen Sommer probierte meine Mausi einen Jumpsuit von der „Stange“ und führte uns (ihrer Tante und mir) diesen im Laden vor. Oh man, sah der Schei….aus bzw. Mausi in dem Teil! Richtigerweise entschied sie sich dagegen…und so unterbreitete ich ihr meine Idee und diese fand logischerweise Zustimmung und auch noch, als ich ihr den floralen Druck zeigte….

Schade, dass Ihr den Stoff nicht anfühlen könnt.
Dieser Stoff ist super leicht, weich und obwohl dünn – nicht
durchsichtig…

Wie immer fängt alles beim Zuschnitt an. Aufgefallen war mir mal wieder, dass auch hier die Stoffangabe viel zu großzügig angegeben worden ist. Mir haben ca. 1,60 m gereicht…und das Nähen ging insgesamt schnell von der Hand. Allerdings muss ich einräumen, dass ich beim Zuschnitt nicht auf das Muster geachtet habe; ggf. ist dann die Stoffangabe von burda korrekt.  

Laut Schnitt ist das Modell ohne Träger, praktischerweise habe ich jedoch jeweils zwei Bänder angenäht, um diese auf der Schulter entsprechend binden zu können.

Für die weibliche „Vorstellung“ alles auf die Puppe und das war gar nicht so einfach, denn immerhin sind hier Hosenbeine vorhanden! 

Vorsorglich auch noch auf dem Teppich „ausgelegt“ für,s Foto und… Fazit: Mir gefällts.

Nach der echten Anprobe in FFM kam auch dieses Teil Retoure…die Hosenbeine waren ihr zu weit und in diesem Fall zu lang. Kein Problem, das Ganze war in Kürze geändert und ging mit dem Kleid zurück. Ein „Echt-Foto“ blieb mir bislang verwert, aber der Kommentar war: „Jetzt ist,s perfekt.“

(Ich bin nur mal gespannt, ob sie so mutig ist, denn der Druck ist schon ziemlich auffällig)
 
Nun zum 3. Teil – ein Rock –

Bei diesem Modell habe ich den eigentlichen Schnitt etwas abgewandelt. In Grundzügen wurde der Schnitt aus burda style 05/2012 Modell 111 verwendet. Ich habe jedoch das oberste Teil schmaler zugeschnitten, damit es eng anliegt und ich habe auf die 3. Stufe verzichtet, damit der Rock insgesamt kurz ist.

Faszinierend an den Stoffen ist das Material. So besteht die oberste Stufe aus Jersey und die beiden Weiteren aus einem Polyester/Viskose/Gemisch…und beide Stoffe haben den gleichen Druck…einfach toll.

Bei diesem Modell war alles perfekt, d.h. ohne Rücksendung!!! 🙂

Alle drei Stoffe konnte ich auch noch für mich verwenden, also bleibt schön neugierig 🙂

Zunächst aber von meinem Muttitags-geschenk…

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