Endlich hat unser Urmelchen ein Gesicht. Vor rund 3 Wochen hat littleM unsere Herzen im Sturm erobert. Seit diesem Tag ist dieses kleine Menschenkind in unserer Familie Gesprächsnummer 1. Jedes winzige Detail, jede Mimik und Gestik, jedes Gramm Gewichtszunahme, jede Mahlzeit, jedes Bild, jedes Video – einfach ALLES was unsere kleine Enkeltochter betrifft – erscheint von ganz besonderer Wichtigkeit. Dieses winzigkleine zauberhafte Wesen bestimmt enorm unseren Alltag und dabei sind wir 600 Kilometer voneinander entfernt. Ihr werdet daher erneut mit meinem Puppenmodell vorlieb nehmen müssen.
Obwohl mir wegen des heutige Feiertages ganze 3 Nähtage zur Verfügung standen und ich eigentlich den gesamten Montag meinen neuen Outfits widmen wollte, habe ich jede Nähminute mit Freude unserer littleM gewidmet. Entstanden ist eine kleine Kollektion von Größe 56 bis Größe 62. Tatsächlich musste ich auch die Größe 56 wählen, weil sie wirklich eine klitzekleine Püppi ist. Sie wird also auch noch in die Größe 56 wachsen müssen. Einige Kleidungsstücke passen meinem Modell daher nur knapp und mussten teilweise mit etwas Mühe über die strammen Waden gezogen werden.
Alle Schnitte sind aus der Ottobre – kids fashion (4/2016 und 6/2016). Ausgewählt habe ich das Bodykleid Two in One ohne Body, die Jerseyhose Tiny Fans (allerdings mit Bündchen in der Taille genäht), das Sweatshirt Lil Bear, die Strampelhose My little Deer, den Wickeloverall Chocolate Chips und das Kleid Russian Doll. Allerdings muss ich leise einräumen, dass die Ottobre ihre Näh-Beschreibungen ziemlich knapp hält. Da ich noch keinen Wickeloverall genäht hatte, wollte ich mich genau an die Anleitungen halten. Manches musste ich wirklich mehrmals Lesen, um dann doch meinem Instinkt zu folgen. Gern hätte ich wenigstens auch ein Skizzenbild vom Innenleben des Wickeloveralls gesehen. Die Bindebänder haben mir besonders viel Kopfzerbrechen bereitet. Auch die Schnitte an sich sind relativ sparsam und zudem winzigst beschriftet. Die nächsten Kleidungsstücke für littleM werde ich daher aus meiner burda style Sammlung wählen.
Während ich in einem vorangegangenen Post noch über die Jerseyeinfassungen geflucht habe, ging es hier Dank der lieben Tipps von JuliaJamei und Melanie nahezu perfekt. Ich musste unbedingt nochmal diese Variante ausprobieren und bin froh, dass es geklappt hat. Eigentlich war die Hürde auch gar nicht so groß und fast muss ich schmunzeln, wie ungeschickt ich mich angestellt habe. Die meisten Stoffe habe ich in meinem Lieblingsonlineshop gekauft. Mein persönlicher Favorit ist der Jersey: Oh my Deer. Ein märchenhaft schöner Jersey von Nikiko Design. Die Papierflugzeuge sind von den Eltern vor Monaten beim Bummel auf dem Großen Hollandstoffmarkt in Frankfurt ausgesucht worden. Aber auch mein Lieblingsstoffgeschäft ist vertreten.
Ist euch beim Betrachten der Bilder etwas aufgefallen? Fast ist es mir peinlich, dass ich erst jetzt diesen fantastischen Nutzstich an meinem Berninaschätzchen entdeckt habe. Der Tricotstich gefällt mir so gut, dass alle Säume der Oberteile damit genäht wurden. Und definitiv habe ich noch längst nicht ALLES aus meiner Bernina herausgekitzelt.
Mit der kleinen Kollektion bin ich wohl auf dem besten Wege, den Titel der weltbesten Omi zu erlangen…das ist nämlich mein klares Ziel.
Seid schön kreativ,
Birgit


