Ich mag es schon gern mal außergewöhnlich, daher fand ich diesen Schnitt (Modell 106) burda style 11/2016 sofort interessant. Zudem erinnerte er mich sehr stark an meine Jugendzeit. Da hatte ich bereits ein ähnliches Model genäht. Den Schnitt habe ich mir damals regelrecht von einer Bekannten erbettelt. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass der damalige Schnitt auch aus einer sogenannten „Westzeitschrift“ kopiert worden ist, vielleicht sogar aus der burda. Nach über 30 Jahren werde ich nun durch burda style an meine damalige super coole Hose aus weißer Baumwolle erinnert. Allerdings war der Zuschnitt erheblich einfacher, als bei diesem Modell.
Das Bild mit dem Stoffhaufen hatte ich heute mit dem Ziel fotografiert, um über Instagram meine Resignation zu diesem unfertigen Modell mitzuteilen. Dann entschloss ich mich zu einer letzten Anprobe. Beim Blick in den Spiegel machte sich mein klitzekleiner Ehrgeiz bemerkbar, das Projekt wenigstens abzuschließen, um dann mit kompleten Outfit eine Entscheidung zu fällen. Zudem kann ich mich nur unschwer von diesem Stoff trennen.
Die Beschreibung zum Nähen der Taschen ist ziemlich fragwürdig. Ich habe diese daher nach Gefühl genäht bzw. gelegt. Definitiv sind die Hosenbeine im unteren Bereich zu weit. Ich habe sie schon bei der ersten Probe (noch vor Weihnachten) mit Nadeln abgesteckt, auch um meine damalige bereits vorhandene Skepsis zu relativieren. Ich bin mir auch nicht sicher, ob mir die nicht vorhandene vordere Mitte gefällt. Ungern möchte ich auch nicht runder aussehen, als ich ohnehin schon bin.
Inzwischen sind beide Hosenbeine voneinander getrennt. Als nächsten Schritt werde ich die Weite regulieren und die Nähte versäubern. Ich bin mir selbst nicht sicher, wie dieses Projekt ausgehen wird. Ich werde es euch definitiv Wissen lassen.
Meine Skizze zeigt in etwa den damaligen Schnitt. Die Spitzen, eigentlich waren es ja Taschenbeutel, wurden einfach nur nach innen gesteckt und optisch ergab es auch diese auffälligen Tascheneingriffe wie in dem Modell 106 aus der Novemberausgabe 2016.
Ich lasse mich dann mal überraschen.
Liebe Grüße
Birgit



