Auch zum zweiten Advent war mein Weihnachtskleid noch immer in der Vorplanung. Dank des alljährlichen Vorweihnachtsstresses blieb keine Zeit zur Verwirklichung. So nahm ich mir fest vor, zum dritten Advent endlich ein erstes Ergebnis zeigen zu können. Unbedingt musste somit eine endgültige Schnittmusterentscheidung getroffen werden. Nicht vollständig überzeugt fiel meine Wahl letztendlich auf das Kleid Emilia aus der Fibre Mood Nr. 07.
Weihnachtskleid, wenig Zeit und dann eine neue Zeitschrift. Das kann eigentlich nur schief gehen, dachte ich und sollte recht behalten. Mitten im Abpausen habe ich nämlich aufgegeben.
Ich lese ja hin und wieder kritische Anmerkungen, wenn ein Schnittmuster nicht von Größe 32 bis mindestens Größe 58 zur Verfügung steht. Erwische mich selbst, dass mir ab und zu ausgerechnet ein Schnitt in meiner abonnierten Zeitschrift gefällt, der nicht in meiner Größe zur Verfügung steht und denke dann – schade. Schade aber auch, dass in meiner neuen Zeitschrift jeweils alle Größen zur Verfügung stehen. Wenn 14 Größen in einer Farbe dargestellt sind, ist die Passgenauigkeit meiner Kopie fraglich. Die Unterscheidungen durch lange Striche, kurze Striche usw. gedruckt auf umweltfreundlichem Papier sind irgendwann nicht mehr hilfreich, für mich nur schwer erkennbar und das Abpausen damit richtig anstrengend.

Vielleicht lag es am allgemeinen Stress, vielleicht an meinem Alter aber diese Masse an Linien an bestimmten Stellen finde ich rückblickend noch immer eine Zumutung.
Blieb mir also mein Klassiker – ein Kleid nach Burda. Noch während ich auf der Suche bis ins Jahr 2016 zurück blätterte, musste ich fortwährend an ein Kleid aus der Ausgabe 12/2019 denken, dass jedoch aus Viskose genäht worden war. Meine Sammlung reicht inzwischen bis 2011 zurück, ich hätte also gut noch Stunden auf dem Sofa verbringen können, nur nicht im Dezember :). Ich nahm mir daher meinen Stoff und probierte ihn an mir und an meiner Puppe aus. Der Fall des Stoffes war gut, meine freie Zeit knapp und mein Entschluss stand somit fest.


In pink das neue Schnittmuster 

Bis zur ersten Naht vergingen dann aber nochmals 6 Tage. Mein zugeschnittenes Kleid (106/122019) lag bis zum Morgen des 3. Advent unberührt und wurde doch tatsächlich noch am Abend fertig. Hurra! Was für ein schönes Gefühl. Dabei lautet das Thema beim Me Made Mittwoch „Zwischenstand“. Zum ersten Mal seit meiner Teilnahme am WKSA bei Me Made Mittwoch werde ich mein Weihnachtskleid nicht bis zum Vorabend des Weihnachtsfestes nähen. Theoretisch wäre sogar noch Zeit für ein weiteres Kleid. Steht doch neben dem zweiten Weihnachtsfeiertag auch noch ein runder Geburtstag in der Familie an.
Das Schnittmuster ist einfach perfekt. Es ist schnell zugeschnitten, genäht und hat eine gute Passform. Nicht mal an den (bei Burda meist zu breiten) Schultern musste ich etwas abändern. Das Schnittmuster gefällt mir so gut, dass ich es auf jeden Fall noch aus Viskose oder einem ähnlich leichtem Material nähen möchte.
Mein Kleid in Gänze gibt es beim Finale und somit pünktlich zum Fest. Von meinem Nähfehler werde ich euch dann auch berichten oder vielleicht zur Suche aufrufen 😉 Ich bin gespannt wie es bei allen anderen Teilnehmerinnen des diesjährigen Weihnachtskleid Sew Along von MMM läuft.
Mit deutlich entspannten vorweihnachtlichen Grüßen,
Birgit
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