Zwischen Schokolendenbraun und Karamell – mein Look für Japan –

Viel zu lange habe ich mich nicht um meinen Blog gekümmert, so dass mir nicht ausgefallen war, dass meine Seite gehackt worden ist. Das veränderte Aussehen, vor allem die Anordnung der Bilder, spiegeln daher aktuell eine „Baustelle“ wieder. Am Design wird noch gearbeitet und ich hoffe ich bekomme mein altes Layout zurück. Mit Klick auf das jeweilige Bild sollte es euch größer dargestellt werden.
Mein Lauftraining war sehr zeitintensiv und neben meinem Fulltime-Job musste ich mich zwischen Laufen und Nähen/Bloggen entscheiden. Das Laufziel war zu groß, als das ich es hätte gemächlicher angehen können. Insgesamt ist mein Sommer-Kleiderschrank voll, so dass zum Glück kein direkter Bedarf bestand.
Nun für den bevorstehenden Urlaub durfte es etwas Neues – Zweiteiliges – sein, zumal meine Herbst/Wintergarderobe tatsächlich ausbaufähig ist. Liebe Miriam, ich fand deine Bezeichnung wundervoll und hoffe du bist nicht böse, dass ich sie mir zu eigen gemacht habe – Signatur Style – ein ganz feines Kompliment. Herzlichen Dank für dein Feedback zu diesem Post.
Bei Stoff und Farbe musste ich nicht lange überlegen und klar war auch, dass ich mir ein Urlaubsoutfit für den geplanten Japan Urlaub nähen möchte. Aufgefallen war mir beim damaligen Japan Urlaub, dass deren Look eher uni, clean und beeindruckend schick daherkommt. Da schwarz und grau aber nicht meine bevorzugten Farben sind, traf dieser Farbton – zwischen Schokoladenbraun und Karamell – nicht nur meinen Geschmack, sondern beide Teile fügen sich (ergänzend) wunderbar im Kleiderschrank ein.
Verwendete Schnittmuster
Das Oberteil ist mit Kristy aus der Fibre Mood eine Wiederholung. Diese hatte ich erstmalig für mein Vichy – Sommeroutfit umgesetzt. Schon mein damaliges Feedback lies auf eine Wiederholung schießen. Den Vichy Zweiteiler habe ich extrem oft getragen, ein Lieblingsoutfit. Jetzt bin ich gespannt, ob das neue Outfit auch zu einem Liebling werden wird.
Für die Hose fiel mir ein Schnittmuster in der Burda Style 03/2025 auf. Das Modell hatte eine außergewöhnliche Konstruktion der Bundfalten über den Hosenbund hinweg. Das begeisterte mich sehr. Zudem entsprach die extreme Hosenbeinweite meinem Geschmack. Schon lange hatte ich kein SM aus einer neuen Burda Ausgabe probiert. Wird schon nicht schief gehen, so meine Gedanken…
Kristy
Hier gibt es nichts zu erwähnen. Alle Nähte habe ich mit der französischen Methode genäht und erneut habe ich mich für breite Belege als Saumabschluss entschieden. Die Schulterpasse ist doppelt und mit der Burrito Methode verarbeitet, ich liebs.




Hose Burda Style Modell 115 B aus 03/2025
Die Hose hat mich einiges an Nerven gekostet und von dem besonderen Detail musste ich in Folge absehen. Ich habe den Verlauf in Bild festgehalten und weil es etwas umfangreich ist, füge ich es abschließend bei.
Die vordere Beinweite ist wirklich üppig und man sollte definitiv Fan sein. Ich bin begeistert und auch der nun einfache Bund schmälert meine Freude nicht. Statt der vorgesehenen Paspeltaschen habe ich mich für aufgesetzte Taschen in besonders groß entschieden. Im rückwärtigen Hosenbund ist wie immer ein Gummiband eingezogen. So lassen sich Gewichtsschwankungen perfekt ausgleichen. Außerdem habe ich die Hose in der Leibhöhe erheblich kürzen müssen, denn nicht nur gefühlt ging sie mir fast bis zur Brust. Damit hatte sich auch die Faltenoptik und der in diesem Zusammenhang vorgesehene fragwürdige Nähschritt erledigt. Als ich in der Nähbeschreibung von Handstichen beim Hosenbund las, war ich eigentlich schon raus. Insgesamt ist die Beschreibung, vor allem wegen der besonderen Faltenlegung sehr dürftig. Ich hatte lange Zeit Knoten im Hirn.
Bei der gesamten Länge habe ich mich schwer getan. Natürlich hätte die Hose in extrem lang sehr cool ausgesehen. Aber ehrlich, ich gehöre nicht zur Generation mit schleifendem Hosensaum. Zudem war meine Sorge groß, dass ich bei der extremen Weite über meine eigenen Füße stolpere, weil sich meine Schuhe im Saum verfangen haben. Nicht zu vergessen meine genutzten Label – More Amore – ein ernstgemeintes Statement:






In Folge gibt es Auszüge von der Verarbeitung der Falten. Vielleicht braucht es jemand zur eigenen Umsetzung. Verzeiht die unterschiedlichen Bildfarben. Die tatsächliche Farbe entspricht dem allerersten Bild.
Details zur Bundverarbeitung einschließlich der Falten
Das Absteppen der Falten ist klar. Im Anschluss wurden die beiden kurzen Kanten (Bild rechts) rechts auf rechts zusammengenäht und dann nach innen gewendet. Die „Umschreibung“ von Burda musste ich an dieser Stelle mehrfachst lesen. Die beiden unteren Bilder zeigen beide Vorderteile mit den bereits gewendeten Falten.




Dann musste man die Ecken einschneiden, um den Bund annähen zu können. Hier hatte ich auch ein schlechtes Gefühl. Ecken am Hosenbund einschneiden, wie soll das längerfristig halten. Vorsorglich hatte ich die Ecken mit Vlieseline beklebt.




Unabhängig der über den Bund vorgesehenen Falten, saß die Hose bei mir viel zu hoch. Es fiel mir nicht schwer, auf diese besondere Faltenlegung zu verzichten, denn somit waren auch die Einschnitte am Bund hinfällig.







Unabhängig der über den Bund vorgesehenen Falten, saß die Hose bei mir viel zu hoch. Um die Hose auf meine Taillenhöhe zu kürzen, musste ich auf diese besondere Faltenlegung zu verzichten. Das fiel mir wirklich nicht schwer, denn mit den notwendigen Einschnitten am Bund hatte ich kein gutes Gefühl. Die unscharfen Bilder habe ich zur Veranschaulichung der „bis zur Brust“ Anmerkung veröffentlicht.
Fazit
Die Idee von Burda zum außergewöhnlichen Schnittmuster war gut, die Lösung für den Bund mit der besonderen Faltenlegung unprofessionell. Auch muss das Modell in der Zeitschrift mindestens 1,85 m sein, denn ihre Hose sitzt perfekt auf Taille. Keine Ahnung ob ein Blick in die Größentabelle geholfen hätte.
Ich freue mich, dass ich es endlich wieder zu Me Made Mittwoch geschafft habe. An dieser Stelle auch herzlichen Dank für das Feedback zu meinem Vichy-Sommer-Zweiteiler. Ich fühle mich wirklich etwas schlecht, weil ich die Kommentare erst mit Schreiben dieses Posts gelesen habe. Daher an dieser Stelle ganz lieben Dank an Tine, Tina, Heike und nochmals Miriam für das tolle Feedback. Ich freue mich immer wieder, wenn ich inspieren kann :).
Herzlichen Dank an Carola für die Begrüßung zum heutigen Me Made Mittwoch. Dein Addalinchen sieht kuschelig aus und ich verstehe die vielen Wiederholungen :).
Herzliche Grüße
Birgit
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