Schon mit Erscheinen der Burda Style 04/2019 war ich vom Modell 121 angetan. Zwischenzeitlich wegen anderer Nähprojekte in den Hintergrund getreten, wurde er spätestens beim gelegentlichen Aufräumen und dem damit verbundenen Hin- und Hersortieren der brandaktuellen Burda Zeitschriften wahrgenommen. Präsent waren dabei meine Gedanken hinsichtlich der Optik an mir und dem ggf. monetären Verlust. Dann fiel mir ein gut abgelagerter Reststoff in die Hände und schon konnte ich es fast nicht erwarten. Schnell war das Schnittmuster kopiert und der Stoff bis auf ganz kleine Schnipsel endlich aufgebraucht. Zum doch schlichten Stoffdesign gab es noch einen gut dazu passenden maritimen Rest. Dieser war nicht nur wegen der Optik erforderlich. Für z.B. Belege hat der Stoff nicht mehr gereicht und im Übrigen erst recht nicht für lange Ärmel.
Auffällig und wirklich lobenswert bei diesem Schnittmuster ist der Nähplan von Burda. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich z.B. irgendwann mal „Schnittkanten dehnen“ gelesen habe. Vielleicht habe ich dieses Detail auch überlesen, weil mir das in meiner Ausbildung gelehrt worden ist. Ich finde aber auch die Beschreibung der Schlitzecken sehr informativ. Vielleicht hat Burda aber auch an sich gearbeitet und überrascht uns mit ausführlicheren Nähplänen. Das wäre schön.
Schon beim Nähen hatte ich das Gefühl, dass es ganz interessant werden könnte. Kennt ihr das auch? Manchmal hat man schon beim Nähen ein euphorisches Gefühl für das entstehende Projekt. Nach der ersten Anprobe und der Zustimmung meines Mannes „Ganz lustig“ war mein Anzug ganz schnell fertig gestellt.
Die seitlichen RV,s an den Hosenbeinen habe ich unter Berücksichtigung der „Probe“ schlicht weggelassen und nur ein Bündchen mit Gummizug gewählt. Das vollständige Durchziehen eines Stoffbandes fand ich zu pfriemelig beim Zurechtrücken der Weite. Ich habe daher nachträglich im Rückenteil Gummiband eingezogen.
Fertig war dann mein Boilersuit und was soll ich sagen, seht selbst:
Auf jeden Fall gibt es eine Schnittwiederholung für die kommende Saison, mit dafür extra ausgesuchtem Stoff und dann auch mit langen Ärmeln und bestimmt noch mit kleinen Details aufgepeppt. Genau: Die Brusttaschen sind im Schnitt nicht vorgesehen, ich dachte es könnte ggf. zu „nackig“ aussehen und habe sie freihändig ergänzt.
Ganz sicher ist so ein Boilersuit Geschmacksache. Meinen Geschmack hat Burda definitiv getroffen. Dort ist er im Übrigen aus Seide genäht – ein echter Hingucker.
Inzwischen hatte ich den Anzug mehrmals an und ich bin begeistert. Stellenweise denke ich darüber nach, dass das Oberteil kleiner sein könnte und der Gummi etwas lockerer sitzen sollte. Die Sache mit dem Gummi würde sich schnell und unkompliziert ändern lassen, vielleicht mache ich das noch. Das Oberteil ändern? Keinesfalls 😉 da bin auch auch zu faul und so sehr stört es mich nicht 😉

Auf allen Bildern habe ich den Saum gekrempelt, daher ist der eigentlich innen liegende linke Bündchenbesatz so extrem sichtbar. Für „ungekrempelt“ fehlt mir noch stylisches Schuhwerk.
Aber ein Bild habe ich in „ungekrempelt“ und dem ursprünglichen Zweck des Boilersuit entsprechend 🙂

Ich finde diese Regelmäßigkeit bei Me Made Mittwoch richtig, richtig gut und habe meinen Post gern verlinkt. Erster Mittwoch im Monat und tatsächlich, die Party ist angezeigt. Herzlichen Dank den Machern von MMM, ich kann es wohl nicht ansatzweise erahnen, welche Zeit ihr für uns opfert. Ich bin gespannt was alle anderen Gäste gezaubert haben und vielleicht gibt es noch die ein oder andere Idee für mich.
Habts fein und genießt den derzeitigen Sommer in vollen Zügen,
liebst Birgit
Werbung wegen Namensnennung






