Das wir unseren Sommerurlaub in den Bergen verbringen werden, hätte ich bis vor zwei Monaten auch nicht für möglich gehalten. Eigentlich wollten wir lediglich ein Jahr Kroatien Pause einlegen. Wegen der gesamten Umstände fahren wir also auch in diesem Jahr nicht in unser geliebtes Urlaubsland. Zum Zeitpunkt unserer Entscheidung über eine Urlaubsbuchung war es nicht absehbar, wie sich Kroatien bezüglich der Inzidenzen entwickeln wird. Für traumhaft schöne Unterkünfte in Kroatien war es zu diesem Zeitpunkt ohnehin zu spät.
Die Aussicht, dass wir zum Zeitpunkt unseres Urlaubes vollständig geimpft sein werden, hat uns mutig gemacht, nach einem Urlaubsziel Ausschau zu halten. Relativ schnell war dann aufgrund unseres tollen Septemberurlaubs im Allgäu klar, dass wir es ja in den Bergen probieren könnten. Die Suche stellte sich als nicht einfach heraus. Die Frage nach einem konkreten Gebiet stellte sich gleich gar nicht, viel mehr lag mein Augenmerk auf einer geschmackvoll, sehr gut bewerteten Ferienwohnung. Für Pensionen und Hotel fehlte uns bis dato noch der Mut. Was konkret uns in Vorarlberg erwarten wird, ist uns nicht bekannt, aber unsere Unterkunft ist zumindest aus der Ferne betrachtet ein kleines Schmuckstück.
Bereits im September musste ich feststellen, dass mir fürs Wandern Kleidung fehlt. Ganz dringend vermisste ich Shorts und Oberteile. Nach meiner Kleiderflut (zwei habe ich noch nicht vorgestellt) gab es nun endlich Abwechslung unter meiner Nähmaschine. Außerdem hatte ich so auch Grund, meine örtliche Stoffhändlerin zu besuchen. Der letzte Besuch lag auch über 8 Monate zurück.
Inzwischen habe ich zwei – drei wirklich tolle Onlineshops für Stoffe und Zubehör. Dennoch geht nichts über ein Stoffeinkauf im Geschäft. Es hat so großen Spaß gemacht allein Stoffe zu suchen, nach Farben Ausschau zu halten, die Stoffballen zu streicheln…es war ein Genuss. Mit vier Stoffschönheiten bin ich glückselig nach Hause gefahren. Alle Stoffe sind inzwischen vernäht, drei stelle ich euch heute vor. Der vierte Stoff sollte eigentlich die hier gezeigten Outfits ergänzen, aber da kam mir eine andere Idee dazwischen. Davon berichte ich aber erst in meinem nächsten Post.

Es ist schon ziemlich lange her, dass ich Schnittmuster von Burda direkt umgesetzt habe. Die Ausgabe 07/2021 hat mich wirklich überrascht. In dieser Ausgabe haben mich gleich mehrere Modelle bzw. technische Zeichnungen angesprochen. Neben der bereits genähten Shorts und der Knotenbluse werde weitere Kleidungsstücke folgen. Auch die zweite, etwas einfachere Shorts ist aus der Burda (06/2021).




Bei der Shorts habe ich eine Gesäßtasche weggelassen. Alles andere habe ich genau nach Plan umgesetzt. Das Taschenfutter habe ich farblich gewählt, ich mag diese kleinen Hingucker sehr.
Burda lässt bei der Bluse das doch relativ große Loch zwischen Knoten und Vorderteil nicht erkennen. Ich war erst etwas irritiert. Der Knoten muss also relativ festgezurrt werden, damit man ggf. das „Fell“ nicht sehen kann. Insgesamt mag ich das Schnittmuster aber sehr und kann es empfehlen.
Die weitere Shorts ist eigentlich für Jersey gedacht, das Schnittmuster wird als Jogging-Shorts vorgestellt. Ich habe es dennoch aus Leinen genäht und es hat funktioniert. Ich bin mir beim Betrachten der Bilder allerdings nicht sicher, ob die Abbildung in der Zeitschrift die tatsächliche Hosenbeinweite zeigt. Den Bund habe ich etwas verändert und nur im hinteren Bereich den Gummi eingezogen. Außerdem habe ich die Weite im vorderen Bereich mit Falten eingehalten. Die Hose ist nun nichts Aufregendes, aber für meine Zwecke garantiert gut geeignet. Auch fühle ich mich pudelwohl und sie ist farblich eine tolle Ergänzung.
Jetzt noch das T-Shirt „Sonni“ von der lieben Resa. Sie hatte mich vor Monaten zum Designnähen angeschrieben. Mit dem Schnittmuster konnte ich mich nicht anfreunden (Schulterpolster hatte ich doch vor vielen Jahren), Jersey hatte ich auch nicht parat, Zeit vermutlich auch nicht, so dass ich Abstand genommen habe. Dann wurden auf Instagram die unterschiedlichsten Sonnis gezeigt. Für manche Dinge brauche ich manchmal etwas länger :). Das ist mir bereits mehrmals aufgefallen. Als dann irgendwer eine weiße Sonni gezeigt hatte, da wollte ich das Shirt auch gerne haben. Resa hat mir das Schnittmuster nochmals zur Verfügung gestellt (vermutlich WERBUNG). Sonni näht sich toll, sozusagen mit Gelinggarantie. Resa hat ein sehr gutes Händchen bei der Beschreibung ihrer Schnittmuster. Hier konnte ich nun endlich auch den Tencel Stretch Jersey verwenden, ein streichelschöner Stoff. Ich hatte ihn zum ersten Mal gekauft und bin begeistert. Ob ich das Halsbündchen noch einmal nähe? Auf den Bildern erscheint es mir so wellig? Vielleicht nicht eng genug?
Ich muss vermutlich nicht betonen, dass ich mich in meiner „Wanderausrüstung“ extrem wohl fühle. Lasst eurer Fantasie freien Lauf und stellt euch mich auf über 2.000 m ü. A vor, hinter mir der Große Piz Buin mit seinen 3.312 m Ü. A. Die ersten Wanderungen habe ich ausgewählt, wenn dann das Wetter mitspielt. Aktuell vermute ich, dass ich mir eher hätte lange Cargohosen nähen sollen. Die Aussichten sind nämlich nicht rosig. Wer also Tipps für Unternehmungen bei Regenwetter parat hat, der darf mir gern schreiben 🙂

Übrigens, dass Buch habe ich mir direkt für den Urlaub gekauft. Ich kaufe mir grundsätzlich Reiseführer für unsere Urlaube. Es ist eine Erstauflage, geschrieben von einer begeisterten Wanderin. Mein erster Eindruck ist sehr positiv und ich habe mir auch schon Wanderungen ausgesucht. Diese muss ich nun meinem Mann gut verkaufen 😉 Ich befürchte allerdings, dass er meinen Wanderstil aus dem letzten Jahr noch gut in Erinnerung hat :))
Es ist der erste Mittwoch im Monat Juli und Zeit für MMM. Ich bin gespannt, wen ich heute auf dem kreativen Laufsteg treffen werde. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle dem Team von MMM. Ohne euch würde es MMM nicht geben.
Habt alle einen wunderbaren Sommermonat,
bis bald aus den Bergen,
liebst Birgit










