Beim Designerkleid meiner Tochter wusste ich direkt noch vor Eintreffen des Stoffes was daraus werden sollte. Hinsichtlich des verbliebenen Stoffrestes war ich dagegen ziemlich ideenlos. Unbedingt wollte ich vom Rest etwas Zauberhaftes für mich haben. Dann endlich gab es via Instagram den entscheiden Tipp. Ina von Fitzladen war der Meinung den Rest für eine Bluse zu verwenden, Bluse geht schließlich immer. Wie wahr, darauf hätte ich auch kommen können 🙂
Für ein passendes Schnittmuster durchsuchte ich nur die Frühlings – Sommerausgaben der Burda von 2019 und 2020 und eigentlich hatte ich zu diesem Zeitpunkt bereits ein Schnittmuster im Kopf. Verständlich das ich mit diesen Gedanken im Kopf nichts finden konnte und so griff ich nach meinem Lieblingsschnittmuster der vergangenen zwei Sommer und damit zur zweiten Wiederholung. Die kleine Schluppe, die Faltenlegung an den Armkugeln und generell die Schnittführung mag ich (an mir).

Bei diesem Modell habe ich die Bluse sowohl in der Länge von Vorder- und Rückenteil als auch an den Ärmeln verlängert. Ich wollte das Reststück möglichst vollständig aufbrauchen. Zunächst habe ich überlegt, ob ich die nun vorhandene Weite und Länge mit einem Bündchen regulieren sollte, entscheid mich aber dann doch dagegen. Somit bleibt mir die Möglichkeit, die Bluse auch als Tunika zu tragen. Für den Armabschluss wählte ich hier zur Abwechslung Gummizugbündchen.

Auf der Suche nach dem passenden Unterteil fiel mir dann meine im vergangenen Spätsommer genähte Hose in die Hände. Anprobiert und für perfekt empfunden. Außerdem hatte ich sie auch überhaupt noch nicht gezeigt. Im letzten November hatten wir nach unserer Tanzreise Outfit-Bilder am Strand gemacht. Nach zwei durchtanzten Nächten hatte ich allerdings derartige Augenringe, dass ich diese nicht veröffentlichen konnte.
Mit der neuen Bluse war nun endlich die Gelegenheit für diese Hose. Den Stoff hatte ich in Frankfurt im Geschäft erworben. Die Verkäuferin konnte mir die Bezeichnung des Stoffes nicht nennen. Auf jeden Fall fällt er ganz weich, knittert relativ gut. lässt sich nur schwer glatt bügeln und hat mit dem Waschen so einen ausgewaschenen Effekt bekommen 🙂 Ich mag sie trotzdem. Das schönste Detail an der Hose ist natürlich das Beinbündchen.
Fast bin ich der Meinung, dass Julia von piek und fein diese Hose bei Me Made Mittwoch vorgestellt hatte. Am Schnittmuster musste ich keine Änderungen vornehmen. Beachtet bitte, dass sie wirklich in der Taille sitzt.
Dann gab es direkt am vergangenen Freitag ein Highlight zum Tragen des kompletten Outfits. Nach 10 Wochen konnte ich einen ganzen Arbeitstag im Büro verbringen. Grund sich richtig bürofein anzuziehen und mein Outfit in Bildern festzuhalten. Tatsächlich war ich am 17.03.2020 das letzte Mal dort. Danach gab es ausschließlich Home-Office für mich und eine Ende ist noch immer nicht in Sicht.
Das Schnittmuster der Bluse ist aus der Burda Style 3/2018 Modell 114B und hier findet ihr mein erstes Modell. Die Hose ist aus der Burda Style 08/2019 Modell 107.
Ob ich beim heutigen Me Made Mittwoch ein Schnittmuster für ein langes Sommerkleid finden werde, oder etwa eine Shorts? Tatsächlich habe ich mir noch keine Shorts, also eine fürs Büro oder für die Stadt genäht. Ich freue mich auf unser gemeinsames Treffen und bin den Machern von Me Made Mittwoch sehr dankbar für diese feste Größe am ersten Mittwoch im Monat.
Namensnennungen und Schnittmusterveröffentlichungen erfolgen natürlich unbeauftragt.
Ihr Lieben, genießt den beginnenden Sommer und die kleinen feinen Freiheiten,
herzlichst Birgit







