Werbung aus Überzeugung, unbeauftragt
Vor einigen Jahren bin ich während eines Aufenthalts in Hamburg zufällig auf den Stoffgroßhandel Mahler.Stoffe aufmerksam geworden. Hachz war ich von diesem riesigen Angebot begeistert und ich konnte schon damals feststellen, dass es so einige Schönheiten zu finden gab. Leider liegt Hamburg nicht vor meiner Haustür und so konnte ich über einen langen Zeitraum nur von einem weiteren Besuch träumen, bis es dann plötzlich den lang gewünschten Online Shop gab.
Seit dem bin ich oft auf deren Seite und schaue mir die feine Auswahl an. Bis zur ersten Stoffbestellung hat es dann aber etwas gedauert. Mit dem Futterstoff für meinen Mantel gab es den ersten Test. Ich wollte gern den Service testen und auch sehen, wie „echt“ die Stofffotos sind.
Dann gab es im April diesen interessanten Stoff im Shop. Mit der Materialbeschreibung „Javanaise“ konnte ich gar nichts anfangen. Also schnell belesen: „Javanaise ist ein besonders weich fallender Blusenstoff aus hochwertiger Viskose, welcher sich unglaublich zart auf der Haut anfühlt und sich somit hervorragend zu Blusen, Röcken oder auch Kleidern verarbeiten lässt.“ Mehr musste ich nicht wissen und bestellt schnell die letzten vorhandenen 4,10 Meter auch mit dem Gedanken meiner Tochter etwas Besonderes nähen zu wollen 🙂
Stoff und Burda Style (5/2020) trafen zeitgleich hier ein und mir war sofort klar, dass ich den Designerschnitt von Aysen Bitzer verwenden möchte. Kurze Rücksprache mit dem Kind, sie war happy über den Stoff und fand auch das Schnittmuster ganz besonders.
In Zeiten von „Wir bleiben zu Hause“ setzte ich mich daher über die Ostfeiertage mit Freude an meine Nähmaschine und nähte dieses Kleid für meine Tochter. Via Alexa musste ihr Ehemann nach meinen Anweisungen Taille und Co messen, denn unbedingt wollte ich die hier bei mir hinterlegten Maße abgleichen. Perfekt das ihr Körper fast identisch mit meiner alten Schneiderpuppe ist. So konnte ich das Kleid immer wieder zur Probe über die Puppe hängen.
Das Oberteil habe ich um etwa 2 cm gekürzt, da Linda eher zur Kurzgröße neigt. Unbedingt wollte ich die Blende im oberen Bereich der Taillierung sitzen haben. Zudem sollte die Blende nicht eng an der Taille anliegen, sondern diese leicht umspielen. Ich wollte damit einen Kullerbauch vermeiden 🙂
An der Rocklänge veränderte ich trotz ihrer Körpergröße nichts. Wir sind Team Nahttaschen, wo immer sie in Rock oder Kleid möglich sind. Deshalb habe ich auch hier Taschen eingefügt. Im Übrigen habe für das Kleid in Größe 36 mit Taschenbeutel insgesamt nur 2,85 Meter Stoff verbraucht. Laut Schnittbeschreibung geht man von einer größeren Stoffmenge aus.
Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr ein Kleidungsstück unter der Nadel habt, wo ihr mit jeder Naht erkennen könnt, dass es einfach nur gut werden kann? So jedenfalls ging es mir bei diesem Kleid. Im Übrigen habe ich den Entstehungsprozess im Groben bei Instagram in meinen Oster – Highlights gespeichert. Das Nähen hat mir wirklich viel Freude bereitet und ging auch locker von der Hand.
Dann musste ich nur noch warten, bis der Postbote das Paket überreichen und meine Tochter ihr erstes Feedback abgeben würde. Via Alexa strahlte sie mich dann auch direkt nach Übergabe im neuen Kleid an. Mit dem Kleid hatte ich einen Volltreffer gelandet, sie liebt es.
Obwohl sie derzeit wirklich ganz andere Dinge im Kopf hat und das neue Kleid vermutlich noch nicht mit sommerlicher Leichtigkeit genießen kann, gab es für mich eine wunderschöne Bilderflut. Das Kleid sitzt genau so, wie ich es mir vorgestellt bzw beabsichtigt habe.
Burda empfiehlt eher festere Stoffe, aber der Schnitt funktioniert auch wunderbar mit fließend leichten Materialien.
An dieser Stelle danke ich der lieben Ina von fitzladen für die Inspiration zur heutigen Überschrift. Ina hatte diesen Kommentar zu meinem Instagrampost abgegeben und er hätte nicht passender sein können.
Ich wäre dann auch bereit für meinen Stoffrest bin mir nur nicht sicher, was daraus werden soll 🙂
Alles Liebe für euch,
Birgit






