Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich ein Taufkleid für meine Enkelin nähen werde. Gedanklich war es schon fertig, natürlich in weiß und mit Spitze und ganz romatisch. Eben ein Taufkleid. Ich habe also regelrecht darauf gewartet, wann mir die jungen Eltern nun endlich den Auftrag erteilen und ich das bereits im Kopf geplante Taufkleid umsetzen kann. Moderne junge Eltern ticken (glücklicherweise) anders. Zur Taufe wurde ein Jeanskleid und eine weiße Bluse gekauft. Es ging nur noch darum, littlelittleM etwas Unkompliziertes nur zum Darüberlegen anzufertigen. Ich war völlig planlos und überfordert mit dem „Darüberlegen-Ding“ und dies hielt bis 2 Tage vor unserer Abreise nach Frankfurt an. Als Tipp gaben mir die Beiden, ein Lätzchen zu entwerfen. Dann drückte die Zeit und so schnippelte und drapierte ich völlig frei Hand. Zunächst alles mit Zeitungspapier und meinem altbekannten Puppenmodell. Man wächst eben doch mit seinen Aufgaben. Und weil mein Mann meine Nähmaschine sehr interessant findet, durfte er auch Hand anlegen. Mit ganz viel Liebe hat er den Namen seiner Enkeltochter und das Taufdatum für die Ewigkeit darauf festgehalten.
Als eigene Idee schlug ich meiner Tochter ein weißes Mäntelchen bzw Jäckchen vor. Das sind die Aufgaben die ich Liebe – eigene Ideen in die Tat umsetzten. So war das Mäntelchen auch viel früher fertig als der Latz. Der Schnitt ist aus der Ottobre design 6/2016, Modell 7.
Wie praktisch der Latz dann wirklich war, hat sich bei der Taufe gezeigt. Super schnell und ohne Tränen hat sich littleM den Latz umlegen lassen.
Mein Outfit zur Taufe und das Zubehör von meinem Mann folgen demnächst. Noch beschäftigen mich der Trenchcoat meiner Tochter und ein weiterer Trenchcoat muss dringend beendet werden. Dann liegen auch schon Stoffe für ein Kleid zur Hochzeitsfeier bereit und Patin Frieda hat im Stoffladen in Frankfurt endlich ihren Stoff für einen Mantel gefunden.
Bis bald,
Birgit


