Im letzten Jahr konnte ich den angepriesenen Steppstoffen entspannt widerstehen. Meine gekaufte und geliebte Longsteppweste erfüllte gut ihren Zweck. Mit dem Start in die Herbst-/Winternähsaison tauchten erneut Steppstoffe in Hülle und Fülle auf und meine Sehnsucht nach einem selbst genähten Steppmantel wurde größer. Nebenher wurde auch noch die Sewing Queen 2022 mit einem selbst kreierten Look rund um den Stepper gesucht. Als Christina von Bara Studio dann ihre neuen Einkäufe via Instagram präsentierte, war meine Überlegung hinsichtlich von Steppstoffen nur noch in Bezug auf die Farbe beschränkt.
Selten kaufe ich Stoffe Projekt bezogen. Bei diesem Stoff hatte ich aber direkt einen Plan. Das er am Ende so gut funktionierte, macht mich glücklich.
Unbedingt wollte ich einen langen Steppmantel und begab mich auf die Suche nach einem passenden Schnittmuster, das altbekannte zeitaufwendige Problem. Ich stöberte zur Abwechslung in meiner Burda-Style Sammlung und fand in der Ausgabe 11/2019 den unten gezeigten Mantel. Das Schnittmuster begann ab Größe 44 und kam daher nicht direkt in die enge Auswahl. Dennoch blieb es im Gedächtnis und als ich bei Andrea (Frau März) lesen konnte, dass sie ihre Jacke auch deutlich größer zugeschnitten hatte, war meine Entscheidung gefallen.

Beim Einkauf des Stoffes hatte ich komplett überlesen, dass er nur zweilagig ist. Zufällig hatte ich eine farblich schon etwas abgelagerte Baumwolle, welche ich nun als Futterstoff verbrauchen konnte. Unbedingt sollte mein Mantel eine Kapuze bekommen. Ich hatte kurz zuvor die Kapuzenbluse (aus der Burda Style (Modell 107 aus 1/2020 genäht und rein vom Gefühl und der groben Optik schien sie perfekt. Im Übrigen wurde ich bei der Kapuzenbluse von Ina von Fitzladen geinfluenced. An meiner Bluse fehlen noch die Knöpfe an den Ärmelmanschetten und so wartet sie noch auf meiner Schneiderpuppe aufs Fotografieren.
Ich hänge ja öfter mal dem Trend hinterher und manchmal hat das entscheidende Vorteile. So konnte ich auf Instagram von Carolines (aka entaduie) Hinweisen beim Nähen von Steppstoffen lesen. Für ihren Tipp, die Nahtzugaben bei Steppstoffen breiter zu wählen war es zwar zu spät, aber ich wählte fürs gesamte Nähen direkt meinen Bernina Obertransportfuss.
Damit ich den Mantel mit Knöpfen schließen kann, ergänzte ich beim Zuschnitt jeweils 3 cm an beiden vorderen Kanten. Für den Besatz nahm ich das Vorderteil als Schablone. Dass sich die Knopflöcher wirklich gut einnähen ließen, überraschte mich.


Die Kapuze habe ich ohne Änderungen übernommen, perfekt match würde ich sagen. Insgesamt ging mit der Mantel schnell von der Hand. Das Schnittmuster ist unkompliziert und die Beschreibung bei Burda ist gut. Falls hier jemand Steppstoff vernähen möchte, achtet wirklich auf eine breitere Nahtzugabe. Zum einen lösen sich die Steppnähte an den Schnittkanten fix auf und die Nahtzugabe rollt sich etwas nach innen, was sie gefühlt noch schmaler werden lässt.


Die Leichtigkeit des Mantels ist fantastisch. Bei den milden Temperaturen habe ich den Mantel im Fahrradkörbchen bis zur Foto Location transportiert. Genial das er beim Fotografieren wie frisch Abgebügelt aussah 🙂 Für das Schnittmuster wird eine elastische Qualität empfohlen. Vermutlich ein Grund, warum die Größe wirklich perfekt groß für mich ist. Ich freue mich schon auf den echten Einsatz, vermutlich steht der Herbst nun endgültig vor der Tür.





Endlich kann ich wieder bei Me Made Mittwoch dabei sein. Ihr konnte ja hier lesen womit ich angestrengt und beschäftigt war. Ich bin gespannt auf alle DIY-Projekte der Gäste. Ob das Thema Weihnachtskleid kommuniziert wird? Ein Schnittmuster habe ich schon 🙂 Vielen lieben Dank an die Macherinnen von MMM. Ohne euren Einsatz würde es dieses monatliche Treffen nicht geben.
Herzliche Grüße
Birgit

