Ein Hemdblusenkleid steht schon seit Ewigkeiten auf meiner to sew – Liste. Keine Ahnung was mich von einer früheren Umsetzung abgehalten hat. Dabei gibt es in meiner großen Sammlung von Burda Styles wirklich einige Schnittmuster für Hemdblusenkleider. Genäht habe ich mein erstes Hemdblusenkleid dennoch nicht nach Burda. Von Instagram inspiriert habe ich mich für Franca aus der Fibre Mood Nummer 10 entschieden. Noch vor Monaten war ich mir sicher, diese Zeitschrift nicht mehr zu kaufen. Die wirklich vielen Francas und andere tolle Schnittmuster dieser Ausgabe haben mich vom Kauf überzeugt. Während ich das damalige Kopieren des Schnittmusters eines Stufenkleides extrem anstrengend empfand, hatte ich bei Franca keine Probleme.
Auf Instagram konnte ich bereits Lesen, dass der Schnitt sehr groß ausfallen würde. Aber was ist groß? Ich mag es ja eigentlich schön leger und wollte auch unbedingt ein großes Hemd und kopierte daher Größe M. Nach einem Blick in die Maßtabelle (klassisch nach dem Kopieren) änderte ich meine Kopien in S. Der Brustumfang von 125,75 bei Größe M schien mir dann doch zu üppig. Mein Stoff ist ein Paneel. Ich habe daher auch im Vorderteil eine Passe eingearbeitet. Glücklicherweise war das Paneel jeweils so groß, dass die Länge vom Kleid, unter Berücksichtigung der Passen, wirklich eingehalten werden konnte.
Die Nähbeschreibung bei Fibre Mood erfolgt anhand von Skizzen. Zudem gibt es einen Hinweis, dass man online in einer ausführlichen Arbeitsanleitung lesen kann. Hierfür muss man sich allerdings Anmelden. Das war mir irgendwie zu umständlich, so dass ich mein Glück anhand der Skizzen versuchte. Das Nähen der Pololeiste ist etwas dürftig dargestellt und so habe ich sie, wie auch einige meiner (Instagram-) Vorgängerinnen nach meinen eigenen Auffassungen genäht. Den Halsausschnitt musste ich etwas vergrößern. Im Verhältnis zum gesamten Schnitt ist dieser recht klein konstruiert. Meinen oberen Kragen habe ich nicht im Stoffbruch zugeschnitten. Ich wollte gern auf beiden Kragenenden Blumen abgebildet haben. Die Ärmelabschlüsse habe ich etwas verlängert und zudem mit einem Gummibund versehen. Das gibt mir dann im Herbst hoffentlich ein wärmeres Gefühl. Insgesamt ist das Kleid nicht schwer zu nähen.
Das Kleid kann auch wirklich gut mit Gürtel getragen werden. Ich werde mir daher noch ein langes Stoffband nähen. Auch mit engen Hosen sieht Franca toll aus und damit ist sie dann wirklich Herbst tauglich.
Mit Franca habe ich nun meinen letzten Stoff von Mood Fabrics vernäht. Der dezente Stoffhinweis in der unteren Knopfleiste ist also kein Fake 🙂

Je länger ich in meiner Franca unterwegs war, desto wohler habe ich mich darin gefühlt. Ich muss ehrlich gestehen, dass es nicht gleich die große Liebe war. Vermutlich liegt es daran, dass ich grundsätzlich selten Hemden trage. Mit der gewählten Größe kann ich sehr gut leben, bin aber auch froh, nicht in M genäht zu haben.
Auf Instagram habe ich Franca in lang gesehen und fand es richtig gut (schaut mal unter #fibremoodfranca). Es wird daher mit großer Wahrscheinlichkeit eine weitere Franca – in lang – für den Sommer 2021 geben.

Unterwegs konnte ich feststellen, dass meine neue Geldbörse ziemlich gut zum Kleid passt 🙂 Von dieser erzähle ich jedoch in einem gesondertem Post. Ich hätte niemals für möglich gehalten, dass ich mir mal eine Geldbörse nähen würde…

Nach den Frühlings- in Folge Sommer- werde ich nun auch an den Herbstmasken arbeiten. Ein neues passendes Design entsprechend der Saison werde ich für Familie und Freunde nähen. Ich gehe davon aus, dass es diese dann auch weihnachtlich/winterlich geben wird 😉
Zuvor lasse ich mich aber noch von den vielen Kreativen bei Me Made Mittwoch inspirieren und werde mich mit meiner Franca unters Publikum mischen.
Seid liebst gegrüßt und bleibt gesund,
Birgit



